Freitag, 1. August 2014

Rundwanderung ob Ennenda / GL: Bärenboden - Äugsten - FessisSeelein

Heute Freitag, am Schweizer 1.-August-Nationalfeiertag, waren wir im Glarnerland unterwegs. Oberhalb von Ennenda bei Glarus haben wir ab Bärenboden / Äugsten eine Rundwanderung unternommen, welche an den FessisSeelein / "Bi den Seelenen" vorbei führte.

ROUTE:
Bärenboden, 1446m -
Äugsten, 1499m (Äugstenhütte) -
Heuplanggen, 1752m - Alpeli, 1819m - P. 1969m -
Chrummboden / Charen -
FessisSeelein / Bi den Seelenen, 2170m / 2219m -
Ober Fessis, 1848m -
Chüewald, 1735m -
Sooler Achseli, 1410m -
Lauenen / Tobelwald -
Äugsten, 1499m - Bärenboden, 1446m  

Mit dabei waren:
Hans*, Hedi*, Berti, Sylvia*, Valérie, Ursi, 
Alessia, Bernhard, Romedi, Hanh, Frederique

*) Hans und Hedi haben uns bei der Anfahrt leider verfehlt. 
Sie sind dann auf einer anderen Rundwanderroute über das Schwarzstöckli gewandert. 
Sylvia ist nach dem ersten Teil des Aufstieg zur Äugstenhütte zurück gegangen 
und hat von dort aus den Holzflue-Rundweg begangen. 
Alle drei haben wir aber zum Schluss der Wanderung 
bei der Äugstenhütte (wieder) angetroffen. 

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
FessisSeelein 

Bilder von Alessia:
Fessisseelein 

Bilder von Romedi:
Fessis-Seelein oberhalb Ennenda (GL)
   
Eines von den zahlreichen FessisSeelein / "Bi den Seelenen" 
am Fuss des Gufelstocks.
Die Rundwanderrouten von Sylvia: Holzflue-Rundweg
bzw. Hans & Hedi: via Schwarzstöckli.

Unsere Rundwanderroute zwischen Bärenboden / Äugsten / Äugstenhütte 
und den FessisSeelein / "Bi den Seelenen". 
<-> Berg- und Talfahrt mit der Äugstenbahn ab Ennenda.  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 13 km; 1000 m auf- und abwärts.
Mit der 8-er-Luftseilbahn-Kabine der neuen Äugstenbahn 
erreichen wir von Ennenda her kurz vor 10 Uhr 
den rund 1000 Meter höher gelegenen Bärenboden. 
Unten im Tal sehen wir die Stadt Glarus und gegenüber das mächtige Glärnischmassiv.
Aktuelles Webcambild von der Bergstation in Richtung Glärnisch und Glarus:
http://aeugstenbahn.ch/webcam/

Bärenboden, 1446m (Bergstation der Äugstenbahn).

Die Ostwand des Vrenelisgärtli im Glärnischmassiv.

Kurzer Aufstieg vom Bärenboden .....

..... zur Äugstenhütte, .....

...... wo wir einkehren, bevor es dann richtig losgeht.

Materialtransport zwischen der Seilbahnstation und der Äugstenhütte.
Heute werden viele Gäste erwartet 
und am Abend findet auf Äugsten zudem eine 1.-August-Feier statt.

Äugsten, 1499m (bei der Äugstenhütte).
Um 10:30 Uhr beginnen wir den Aufstieg in Richtung Gufelstock. 
Kurz vor 13 Uhr sind wir auf dem Seenplateau am Fuss des Gufelstocks 
und kurz vor 16:30 Uhr via Sooler Achseli wieder zurück hier bei der Äugstenhütte.

Blick zurück zur Äugstenhütte. 
Auf der Anhöhe rechts über dem Berggasthaus ....

..... ist der Holzstapel für das Höhenfeuer am 1.-Augustabend zu erkennen.

Der Aufstieg ist steil 
und der Weg nach den zurückliegenden Regentagen 
stark durchnässt. 
Darum ist es einfacher, hier auf- als abzusteigen.


Von Westen her lockern die Wolken auf. 
Links der Ortstock und rechts der Höch Turm zwischen der Glattalp und Braunwald.





"Fessis" - wir sind auf dem richtigen Weg.





Unten die Äugstenhütte, links aussen die Bergbahnstation 
und unten im Tal Ennenda und Glarus.

Zoomblick zur (reformierten) Stadtkirche von Glarus.



Kurz vor Erreichen der Wegstelle "1969m", 
hinter der das Gelände deutlich flacher wird. 
Nach rechts führt die Abzweigung zur Alp Ober Fessis, 
an welcher wir beim Abstieg (über eine andere Route) 
am Nachmittag ebenfalls vorbeikommen werden.



Tödi











Der Tödi .....

.... und der Glärnisch  
inzwischen unter einem fast wolkenlosen Himmel.





Im Südosten die Tschingelhörner
bekannt u.a. im Zusammenhang mit dem Martinsloch.

Ankunft .....

...... bei den FessisSeelein.

Die FessisSeelein "Bi den Seelenen" unterhalb des Gufelstocks.
"Bi den Seelenen" 
ist übrigens Schauplatz des Romans "Vrenelis Gärtli" von Tim Krohn: 
Tim Krohn besucht die Schauplätze seiner Romane erst, wenn der Text geschrieben ist. Auf der Wanderung zu den Fessis-Seeli, dem Refugium von Vreneli in «Vrenelis Gärtli», erzählt Tim Krohn vom Entstehen seines Romans. (......) «In einer Sage war ich auf die Fessis-Alp gestossen, wo Vreneli aufwächst. Die Seeli habe ich auf der Karte gefunden.» Eine Recherche vor Ort hätte ihm nur noch mehr Einschränkungen eingebracht, daher orientierte er sich beim Schreiben an der Landkarte und einem Wanderbuch. (.....)
Wir suchen uns einen Weg über Karrenfelder und ersteigen einen Bergrücken nach dem anderen in der Hoffnung, dahinter die Seeli glitzern zu sehen. Als wir sie endlich gefunden haben, sind sie viel kleiner, als wir sie uns vorgestellt hatten, eigentlich nur kleine Tümpel. Das Wasser schimmert fast schwarz; es ist durchzogen von hellgrünen Schlingpflanzen. Ein bisschen sei ihm zumute, als hätte das Vreneli die Seeli eben erst verlassen, meint Tim Krohn. Als sich eine Libelle aufs Wasser setzt, denken wir beide an Mariilis Hummeli. Von hier aus also schaute Vreneli so gern auf die Berge jenseits des Tals, wo Mariilis Gletscher hell in der Abendsonne leuchtete. (....) 
Quelle (NZZ / 06.11.07): Werkstatt / Bei den Seelenen 
  
Die Seelein und Tümpel sind belebt. 
Zahlreiche Frösche oder Kröten, Molche oder Lurche 
sind auf, unter oder neben dem Wasser zu beobachten.



Mittagspause
Rechts oben beobachtet Alessia einen "Kletterfrosch".
(Siehe Picasa-Link)

Anschliessend gehen wir noch zu den Seelein und Tümpeln etwas weiter oben.














Rückkehr, vorerst auf gleichem Weg, auf dem wir hergekommen sind.

Später zweigen wir Richtung Alp Ober Fessis ab.



Abstieg über Alpweiden zur Alp Ober Fessis.



Ober Fessis, 1848m 
Ab hier besteht eine kurze Querverbindung hinüber zur Wegstelle "1969m" 
und zurück nach Äugsten. 
Wir wählen den etwas längeren Weg via Sooler Achseli.

Käse-Kauf beim Älpler auf Ober Fessis.

Blick ins Sernftal Richtung Matt / Elm.

Gut begehbarer Waldweg im Abstieg zwischen Chüewald und Achseli.
Am Himmel über und hinter dem Glärnisch türmt sich Gewitter-Gewölk auf.


(Sooler) Achseli, 1410m 
Sool ist das Dorf unten bei der Verzweigung von Glarner Haupttal und Sernftal. 
Hier zweigt unser Weg nach Norden ab, zurück nach Äugsten.




Vom hangquerenden Weg zwischen Achseli und Äugsten 
bieten sich eindrückliche Tiefblicke 
hinunter zu den Industrieanlagen längs der Linth.






Aus dem Hang über dem Weg leuchten grosse Blüten .....

...... wie flackerndes Feuer.

Hier sprudelte wohl gestern noch Bergbachwasser über den Weg.



Dort drüben flackert heute Abend das Äugsten-Höhenfeuer.




Zurück vor der inzwischen 1.-August-geschmückten Äugstenhütte, 
wo wir auch Sylvia, Hans und Hedi antreffen.





Vom Glärnisch her ist von Zeit zu Zeit Donnergrollen zu hören.


Kurz nach 17 Uhr ....

..... schweben wir mit der Äugstenbahn wieder zurück ins Tal.


Allen herzlichen Dank für die Teilnahme.
Beat
Weitere INFOS (teilweise abweichende Routen): 
- Wanderung 12 / Seite 60 ff in "Das grosse Wanderbuch Glarnerland" (AT-Verlag 2013) 
- alpine-wandergruppe.de: Gufelstock

Kommentare:

  1. Meine Fotos auf Picasa:

    https://picasaweb.google.com/Alessia.Ma/2014_08_01Fessisseelein?authkey=Gv1sRgCLbo7e7NpI7tFg

    lieber Gruss, Alessia

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  2. Ein schöner Tag war es auch für mich, obwohl ich nach dem ersten Aufstieg das Handtuch werfen musste und wieder zur Aeugstenhütte abstieg. Der anschliessende Holzfluh-Rundweg führte mich wieder auf 1800 m. Er bot mir eine weite Sicht in die Glarnerberge und runter ins Tal auf Glarus-Süd und Mitte. Der Weg durch einen bizarren Käferwald mit vielfältiger Flora, die behend kletternden Gämsen oben in der Schiltrisi und die beschauliche Ruhe auf Alp Beglingen lohnten einen Ausflug auf Aeugsten auf jeden Fall. Auf ein Wiedersehen bei anderer Gelegeheit Sylvia

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  3. Danke, Beat, für Deinen ausführlichen und interessanten Bericht und die Bilder. Auch Deine Fotos, Alessia, haben mir sehr gefallen! Da gehe ich wieder einmal hinauf, vielleicht sogar noch dieses Jahr. Diese Seilbahn ist wirklich praktisch, um in dieses hoch gelegene Gebiet zu kommen. Ich habe gerade noch gehört, dass 3 Stunden nach unserer Talfahrt ein Mann drüben auf dem Vorderglärnisch (wo ja bereits ein Gewitter von unserer Seite aus zu sehen war) von einem Blitz getroffen wurde. Er wurde per Helikopter in ein Spital geflogen. Danke, Beat, nochmals fürs Organisieren, und auch Dir, Sylvia, für die 1. August-Brötli. LG Romedi

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  4. Wunderschöne Fotos und wie immer ein toller Rückblick. So konnte ich wenigstens in Gedanken mitwandern. Gruss Martha

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